Luzern Marathon — eine Nachlese

Vielleicht könnt Ihr Euch noch an die grossen Worte erinnern,  die ich noch vor dem Luzerner Marathon gespuckt habe. Von wegen, genug Saft in den Beinen. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.

Als ich mich in meinem Jugendlichen Übermut so an den Luzerner Marathon angemeldet habe, dass ich noch vier Wochen auf dem Asphalt trainieren konnte, wusste ich noch nicht, dass die Umstellung auf den anderen Laufbelag so schmerzhaft sein kann.

Die erste Hälfte bin ich noch ganz locker gelaufen und nach 1:40 über die Halbmarathonmarkierung gelaufen. Alles noch im grünen Bereich. Nach 32 km merkte ich allerdings, was es heisst, auf einem komplett ungewohnten Untergrund zu laufen. Ich wurde von Krämpfen in den Oberschenkeln geplagt. Da Krämpfe aber vor allem mühsam sind und keine Folgeschäden produzieren, habe ich durchgebissen und bin ins Ziel gekommen. Es wurde die schlechteste Marathonzeit meiner ganzen Laufkarriere, aber heee, ich bin angekommen.

Der Zieleinlauf war dann noch ein Hüherhauterlebnis. Die Menschenmenge war schon sehr gut drauf, wenn man aber die Menge ein wenig motivierte, war es schon ein sehr spezielles Erlebnis. Einen solchen Zieleinlauf kannte ich bis jetzt nur von Davos, wenn man als K78 Finisher akkustisch ins Zielgelände getragen wird.

Wenn das kein würdiger Empfang ist?
Wenn das kein würdiger Empfang ist?
Finischerbild mit dem Göttimeitschi. Zum Glück hat niemand gefilmt, wie ich nach dem Foto wieder aufgestanden bin.
Finischerbild mit dem Göttimeitschi. Zum Glück hat niemand gefilmt, wie ich nach dem Foto wieder aufgestanden bin.