Vorbereitungen Luzerner Marathon

Ganz alte Hasen wissen, dass ich immer noch eine Rechnung mit dem Luzerner Marathon offen habe. Ein Hämatom am rechten Schienbein hat mir im 2009 den Start versaut. Das wird dieses Jahr nachgeholt.

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Nach dem Arosa Trail habe ich mich entschieden, dass ich noch genug Saft in den Beinen habe, um dieses Jahr einen Strassenmarathon zu laufen. Dieses Mal wird es in Luzern sein.

Am 25.10. um 09:00 wird der Startschuss sein. Drückt mir die Daumen.

Arosa Trail

Nachdem ich dieses Jahr im Frühling einen leichten Durchhänger hatte, wollte ich dieses Jahr trotzdem noch einen Wettkampf machen. Im Herbst einen Ultra-Trail über 50 km sollte auch trotz Trainingsrückstand zu machen sein. Das war so meine Einstellung, als ich mich an den Arosa Trailrun angemeldet habe.

Da ich letztes Jahr voll auf die Karte Rennvelo gesetzt habe, war ich nicht mehr ganz auf dem neusten Stand, was die Trailszene in der Schweiz betrifft. Bei den Wetterkapriolen am Irontrail im 2012 und den überforderten Teilnehmern und Organisatoren (Bericht) wurden die OKs der einschlägen Trailläufe vorsichtig und haben die Liste der Pflichtausrüstung erweitert. Mit meinem Background als Tourenleiter für Bergtouren, kann ich das nur unterstützen. Hier der Auszug aus dem Reglement:

Pflichtmaterial
Pflichtmaterial gemäss Reglement

 

Die Wahl fiel auf den Arosa Trailrun, da meine Schwester gleich um die Ecke wohnt und ich mich dadurch sehr familiär unterbringen lassen konnte.

Am Samstag um 06:00 machten wir uns auf den Weg auf das Startareal, das heisst, meine Schwester als Schlachtenbummler und ich.

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kurz vor dem Start

 

Bei der Startaufstellung zeigte sich dann, dass wohl nicht ganz alle Läufer das Reglement mit dem Pflichtmaterial so ernst genommen haben, jedenfalls hatte es da Rucksäckli dabei, die unmöglich alles enthalten konnten. Das sollte sich im Laufe des Tages noch beim einen oder anderern Läufer rächen.

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Eigentlich kann ich mich als erfahrenen Läufer bezeichnen und  trotzdem liess ich mich beim Start wieder anstecken und lief nach dem Start mit massiv erhöhter Geschwindigkeit los. Das bedeutete, dass ich viel schneller als geplant auf dem Weisshorn war und das in einem der vorderen Ränge.

Auf dem Weisshorn
Auf dem Weisshorn

Wo meine echten Begrenzer sind, zeigte sich dann beim Abstieg zur Hörnlihütte. Ich musste die Gruppe, in der ich lief ziehen lassen. Das war mir zu gefährlich, im gleichen Tempo die Geröllhalde runter zu rotzen.

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Das Wetter verschlechterte sich

Auf der zweiten Schleife, welche in Richtung Mederger Flue ging, wurde es dann recht einsam. Das Feld hat sich in die Länge gezogen, Schlachtenbummler gab es keine mehr, da der Zugang schwierig war und die Verpflegungsposten waren spartanisch ausgerüstet. Da alles Material per Helikopter angeflogen werden musste, gab es alle Getränke aus Trinkwassersäcken aus Armeebeständen. Das ist zwar alles andere als gut, aber es hat mich an meine Jugendjahre bei der Schweizer Armee erinnert. Ich habe mich spontan 25 Jahr jünger gefühlt.

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höchster Punkt
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höchster Punkt

Auf den letzten 20 km habe ich dann noch einen guten Kumpel getroffen.  Joachim hat mich motiviert, wenn ich es nötig hatte und umgekehrt natürlich auch. Gegen Ende war ich es dann, der mehr Zuspruch nötig hatte. Das sind die Begegnungen, die solche Veranstaltungen unvergessen machten. Bis im Ziel haben wir uns über unser Leben so viel erzählt, wie vermutlich keine Frau jemals von uns erfahren wird.

Wie ich eingangs erwähnte, gab es den einen oder anderen Läufer, der es später bereute, nur mit sehr leichtem Gepäck losgelaufen zu sein. Irgendwann begann es leicht zu regnen und beim letzten Verpflegungsposten wurde dann kontrolliert, ob die Regenjacke und die langen Hosen auch wirklich dabei sind. Wer das nicht hatte, wurde aus dem Lauf genommen.

Zieleinlauf
Zieleinlauf

Wie schon geschrieben, habe ich es dann dank der motivierenden Worte von Joachim ins Ziel geschafft.  Was habe ich gelernt? Nicht zu schnell ins Rennen einsteigen, bei den Spitzenplätzen kann ich am Schluss nicht mitmischeln und das Terrain ist in Arosa recht anspruchsvoll, mit guter Vorbereitung aber problemlos zu bewältigen.

ein Bierchen mit Joachim
ein Bierchen mit Joachim

Hier noch einige Impressionen:

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Erster Beitrag

hallo zusammen

nachdem saemisteam aufgelöst wurde, wurde ich immer mal wieder gefragt, ob es keine Plattform mit Wettkampfberichten mehr gibt. Das soll sich nun ändern.

Als erstes werde ich den Wettkampfbericht vom Arosa-Trail mit einigen Bildern publizieren. Schaut in den nächsten Tagen wieder mal vorbei.